24 Mär
Männer 1
Mit der Leidenschaft ist in den Heimspielen nach Ostern alles drin
Nur Nuancen machen in einem hochklassigen Spiel den Unterscheid. Der SCUG liefert beim designierten Wiederaufsteiger eine Partie auf Augenhöhe und kann erhobenen Hauptes in den Saisonendspurt gehen
Ausgerechnet hatte man sich beim SV Anzing, der vor dem Wiederaufstieg in die Bayernliga steht, nicht viel. Und doch hatte man nach guten Leistungen in den erfolgreichen vorangegangenen Spielen die leise Hoffnung auf eine kleine Sensation. Dass es am Ende nicht ganz gereicht hat, lag an der individuellen Klasse der Gastgeber, aber nicht nur daran. In der Schlussviertelstunde, als sie erstmals mit mehreren Toren zurücklagen und zur Aufholjagd bliesen, mussten die Gäste auch mit der zunehmend einseitigen Regelauslegung der Schiedsrichter klarkommen. Doch dazu später.
Das Match beim Tabellenführer startete mit viel Tempo und schnellen Toren auf beiden Seiten. Nachdem sich die Abwehr des SC Unterpfaffenhofen gefunden hatte, konnte die Gäste Mitte der ersten Halbzeit auf 5:9 davonziehen und die Anzinger zu einem ersten Timeout zwingen. Die Gastgeber antworteten entschlossen und konnten durch ihre Topspieler Jonathan Limbrunner und Florim Hoxha bald wieder herankommen. Bis zur Pause blieb das Spiel beim Stand von 14:14 vollkommen offen.
Auch nach dem Wechsel blieb der SCUG lange Zeit in Schlagdistanz, mit nur einem oder zwei Toren Rückstand. Mika Kroll hatte Moritz Kube im Tor abgelöst und überzeugte dort genauso wie dieser. Einzelne Fehlversuche und Ballverluste im Angriff wurden von den Anzinger jedoch zunehmend mit direkten Gegentreffern bestraft. Die Schiedsrichter ließen bis zu diesem Zeitpunkt auf beiden Seiten sehr viel laufen und trugen so zum attraktiven Spielverlauf bei.
Warum die Unparteiischen in der Schlussviertelstunde beim SCUG die Schrauben anzogen, bei den Anzinger hingegen weiter Gnade vor Recht ergingen ließen, bleibt wohl ihr Geheimnis. Erst als Marlon Schubert von außen zweimal rüde gefoult worden ist, griffen sie wieder durch. Zweimal „Rot“ sorgte trotzdem für Unverständnis bei den Gastgebern und immer wieder für unnötige Diskussionen mit den Offiziellen. Die Germeringer kamen in den Schlussminuten zwar wieder auf zwei Tore heran, zu mehr hat es schließlich aber nicht gereicht.
Am Ende ist man auch an der Qualität des Anzinger Kaders gescheitert. Das ausgebuffte Team hat mehrere exzellente Einzelspieler im Rückraum und wird sich den Wiederaufstieg in seinem letzten Saisonspiel nicht mehr nehmen lassen. Auch beim SC Unterpfaffenhofen gingen nach dem Schlusspfiff die Köpfe schnell wieder hoch. Mit der gezeigten Leistung und Leidenschaft muss den Germeringer Landesliga Handballern vor den beiden nach den Osterferien noch verbleibenden Heimspielen nicht bange sein. Zur ungewohnten Anwurfzeit, am Sonntag 14. April, um 16:30 Uhr, ist der FC Bayern München der nächste Gegner in der Germeringer Realschulhalle.
In Anzing spielten für den SCUG:
Moritz Kube und Mika Kroll (beide TW); Benno Gnan (1 Tor), Christopher Büttner, Marlon Schubert (3), Christian Kurz, Zacharias Flierl (2), Jan-Lucas Schaller, Thomas Obernöder (1), Jakob Schaumann, Lukas Donaubauer (4), Arne-Julius Sturm (7), Lucas Sannig (12/9), Tobias Sannig.
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