10 Mär
Männer 1
Wichtige Auswärtspunkte bei direktem Konkurrenten
Der SC Unterpfaffenhofen verkürzt durch den 30:26 Sieg beim TSV Niederraunau den Abstand zum rettenden Ufer und wahrt damit seine Chancen auf den Klassenerhalt in der Handball Landesliga
Das war wieder einmal Schwerstarbeit und nichts für schwache Nerven. „Wir haben uns in der ersten Halbzeit das Leben selber schwer gemacht“, so Trainer Pascal Knoller nach dem Spiel. Das von beiden Seiten nervös begonnene Spiel war in den ersten zwanzig Minuten völlig ausgeglichen, ehe sich der SCUG einen folgenschweren Blackout leistete. Obwohl die Gastgeber gerade eine Zeitstrafe zu verbüßen hatten fingen sich die Germeringer durch technische Fehler und Schlafmützigkeit innerhalb der zwei Minuten drei Gegentreffer, zum 10:7 ein. Nach dem anschließenden Timeout musste sich das Team mit einem relativ deutlichen 15:11 Rückstand in die Kabine verabschieden.
Dass sie Aufholjagd kann, und die Moral trotz Rückschlägen in Takt ist, bewies die Mannschaft des SCUG dann in der zweiten Hälfte. Die Abwehr stand nun deutlich besser und auch Keeper Moritz Kube steigerte sich von Minute zu Minute. Vor allem Moritz Kornegger, der torgefährliche Linkshänder der Schwaben, scheiterte ein ums andere Mal am Germeringer Defensivblock. Zeitgleich nutzen die Gäste ihre Chancen im Angriff nun deutlich besser und ließen sich auch durch zwei hintereinander vergebene Strafwürfe nicht aus der Bahn werfen. Bis Mitte der zweiten Halbzeit war man wieder rangekommen und der nach seiner langwierigen Verletzung erstmals wieder in der „Ersten“ eingesetzte Arne Sturm brachte mit seinem zweiten Treffer zum 20:23 sein Team erstmals mit drei Toren in Front.
Trotzdem konnten die Gastgeber danach noch zweimal den Gleichstand herstellen. Der SCUG bewies aber in der Schlussphase diesmal Nervenstärke. Während sich bei den Schwaben die technischen Fehler im Angriff häuften, spielten die Gäste ihre Angriffe konzentriert runter. Und da war dann auch noch der nervenstarke Thomas Obernöder, der trotz widriger Umstände fünfmal hintereinander eiskalt von der Siebenmeter Linie verwandelte. Die nicht immer überzeugenden Unparteiischen hatten immerhin die vereitelten Durchbrüche des SCUG konsequent geahndet und den Gästen insgesamt elf Strafwürfe zugesprochen. Eine Minute vor dem Abpfiff zog Knoller beim Stand von 26:29 nochmals eine Auszeit, ehe dann Marlon Schubert mit seinem fünften Treffer den Deckel zum 26:30 draufmachte.
Durch den so wichtigen Auswärtserfolg hat der SC Unterpfaffenhofen nach Pluspunkten nun mit dem TSV Niederraunau gleichgezogen und auch den direkten Vergleich mit den Schwaben gewonnen. In den verbliebenden vier Spielen, davon noch dreimal in eigener Halle, muss nun weiter fleißig gepunktet werden. Nächsten Samstag kommt der TSV Haunstetten nach Germering. Die Augsburger Vorstädter haben sich nach einem Fehlstart in die Saison inzwischen auf Platz drei vorgearbeitet und in der Rückrunde bislang erst einmal verloren. Der SCUG will alles daransetzen, die Niederlage aus dem Hinspiel wettzumachen und weitere Punkte im Abstiegskampf einzufahren.
In Niederraunau spielten für den SCUG:
Moritz Kube und Mika Kroll (beide TW); Alexander Hartl, Benno Gnan, Christopher Büttner (2 Tore), Tobias Lachnit (1), Marlon Schubert (5), Christian Kurz, Zacharias Flierl, Jan-Lucas Schaller, Thomas Obernöder (8/5), Lukas Donaubauer (2), Arne-Julius Sturm (2), Lucas Sannig (10/4).
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