10 Dez
Männer 1
Abstiegskampf: Befreiungsschlag deutlich verpasst
Widrige Umstände im Vorfeld und eine enttäuschende Leistung führen beim Mitaufsteiger und Mitkonkurrenten im Abstiegskampf, dem FC Bayern München, zu einer empfindlichen Schlappe
Einen regelrecht gebrauchten Tag erlebten die Landesliga Handballer des SC Unterpfaffenhofen bei ihrem Gastspiel beim FC Bayern München. Nachdem man die ganze Woche über keine Balleinheit absolvieren konnte, hatte man die Münchner um eine Spielverlegung gebeten. Immerhin konnte man in der Vorwoche wegen des Wintereinbruchs nicht spielen und zudem hatte man dann über die ganze Woche wegen der schneebedingten Hallensperrung keine Trainingsmöglichkeit. Der FC Bayern kam dem Verlegungswunsch nicht nach, was Spielertrainer Lukas Donaubauer schon etwas unangenehm aufstieß: „Wir stimmen bei so was immer gleich zu.“
Ob es an der stark eingeschränkten Vorbereitung oder auch an personellen Engpässen lag sei dahingestellt. Neben dem privat verhinderten Jan-Lucas Schaller musste auch Jonas Tanzer kurzfristig passen. So entscheid sich Coach Pascal Knoller erstmals seit langer Zeit, auch wieder einmal das Trikot überzuziehen. An ihm lag es nicht, dass die Mannschaft die erste Halbzeit komplett verschlief. Wiederholt endeten die eigenen Angriffsbemühungen mit technischen Fehlern und Ballverlusten, die die schnellen Außenspieler der Bayern zu erfolgreichen Gegenstößen einluden. Dass man 36 Gegentore kassierte lag nicht zuerst an der Abwehr, sondern am fehlerhaften Offensivspiel. „Uns fehlten die klaren Abläufe im Angriff“, so Donaubauer, der von der schwächsten Saisonleistung sprach.
Nachdem die Münchner in der ersten Hälfte bereits mit zehn Tore davongezogen waren, bauten sie den Vorsprung später sogar bis auf 13 Tore aus. Erst in der Schlussphase konnte der SCUG das Ergebnis noch etwas freundlicher gestalten, aber da war das Spiel längst schon entschieden. Donaubauer bemängelte auch die Körpersprache – da sollte man schon klarer erkennen, dass die Mannschaft gegen den Abstieg spielt. Leider bekomme man diese Konsequenz bei den Auswärtsspielen derzeit nicht so gut hin wie bei den Heimpartien.
Trotzdem geht es nächsten Samstag erneut auswärts, zum ersten Rückrundenspiel, beim TSV Ismaning. Der Bayernligaabsteiger steht mit zwei Punkten mehr auch nicht viel besser da als der SCUG. Nach dem Remis im Hinspiel müssen die Germeringer unbedingt alles in die Waagschale werfen, um auch in Ismaning zu punkten. An mangelnder Unterstützung sollte es nicht fehlen, nachdem Spieler der „Zweiten“ eine gemeinsame Fan-Anfahrt initiieren wollen. Anpfiff in der Ismaninger Isararena ist am Samstag 16.12. Um 18 Uhr.
Beim FC Bayern München spielten:
Mika Kroll, Moritz Kube (1 Tor), Kilian Freilinger (alle TW); Alexander Hartl (2), Benno Gnan (2), Christopher Büttner (3), Antonio Vasilevski, Marlon Schubert (4), Christian Kurz (1), Thomas Obernöder (8/1), Jakob Schaumann, Lukas Donaubauer (7/3), Lucas Sannig (2), Pascal Knoller.
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