26 Nov
Männer 1
Nach hoffnungsvollem Auftakt zu viele Fehler gemacht
Der SCUG konnte beim Tabellennachbarn TSV Haunstetten fast komplett mit dem zuletzt erfolgreichen Kader antreten, die Leistung aus dem siegreichen Spiel gegen Niederraunau aber nicht bestätigen
Alle Mann wieder an Bord und mit großen Vorsätzen starteten die Landesliga Männer im Augsburger Stadtteil Haunstetten. Gleich im ersten Angriff erzwang Jonas Tanzer durch eine energische Aktion einen Siebenmeter und eine Zeitstrafe für die Gastgeber. Lukas Donaubauer verwandelte sicher und in der Folgezeit setzte sich der SCUG mit bis zu drei Toren ab. Auf das 4:6, nach zehn Spielminuten, erhielten die Germeringer dann ihrerseits bereits die zweite Zeitstrafe. Vier verhängte das Schiedsrichter Duo in der ersten Hälfte, während die Schwaben nur das eine mal ganz am Anfang progressiv bestraft worden sind. Wie auch immer, das häufige Unterzahlspiel wurde dem SCUG nachfolgend zum Verhängnis.
Das zuletzt so erfolgreiche Auffüllen durch einen zusätzlichen Feldspieler misslang gegen Haunstetten wiederholt gründlich. Die Schwaben trafen im gesamten Spiel mehrmals ins verwaiste Tor. Schuld daran waren unnötige Ballverluste nach technischen Fehlern, die in Unterzahl so einfach nicht passieren dürfen. Haunstetten machte aus dem 4:6 Rückstand innerhalb von vier Minuten eine 9:6 Führung. Nach einer Auszeit fanden die Gäste wieder besser ins Spiel zurück und konnten zwischenzeitlich ausgleichen. Doch, auch wenn bis zur Pause die eigene Trefferquote stimmte, die Abwehr offenbarte teils ungewohnte Lücken. Urheber dafür war meist Spielmacher Alexander Horner, der seine Mitspieler geschickt in Szene setzte und nebenbei auch selber enorm torgefährlich war - 13 Tore standen am Ende für ihn zu Buche.
In der zweiten Halbzeit schafften es die Gäste leider trotz mehrmaliger Anläufe nicht, dem Spiel nochmals eine Wende zu geben. Dafür waren die technischen Fehler im Angriff, gepaart mit zunehmender Abschlussschwäche, einfach zu viel. Und, auch wenn die Defensive nun ein bisschen besser stand als zuvor, konnten beide Torhüter diesmal nicht den gewohnten Rückhalt geben. Zudem hatte man mit zunehmender Spieldauer das Gefühl, dass die Köpfe nach unten gingen und man sich dem Schicksal ergab. Bezeichnend, dass der SCUG nach Thomas Obernöders Anschluss zum 33:30 zwei Minuten vor Schluss, nicht noch mal alles auf eine Karte setzte. Anstatt die Abwehr in den Schlussminuten aufzumachen und auf einfache Ballgewinne zu lauern, blieb man weiter defensiv und ließ die Gastgeber die Zeit erfolgreich runterspielen.
Mund abputzen und im nächsten Heimspiel wieder gut machen muss nun die Devise heißen. Kommenden Samstag, 2.12. um 17:30 Uhr, wird der TSV Schwabmünchen in der Germeringer Realschulhalle erwartet. Das wird Abstiegskampf pur - der Mitaufsteiger und Tabellennachbar hat wie der SCUG aktuell 6:12 Punkte auf seinem Konto.
In Haunstetten spielten:
Mika Kroll und Moritz Kube (im Tor); Alexander Hartl, Benno Gnan (7 Tore), Christopher Büttner, Antonio Vasilevski, Marlon Schubert (5), Christian Kurz, Thomas Obernöder (6/1), Jakob Schaumann (3), Lukas Donaubauer (3/1), Lucas Sannig (4), Jonas Tanzer (2).
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