15 Okt
Männer 1
Kampfstarke Leistung, aber trotzdem verloren
In der Handball Hochburg Friedberg verkauft sich der SCUG richtig gut und kann bis zur Schlussminute auf einen Punktgewinn hoffen, um dann leider doch mit leeren Händen nach Hause zurückzukehren.
Der Punktspielplan meint es nicht besonders gut mit den Landesligaaufsteigern vom SC Unterpfaffenhofen. Am vierten Spieltag musste die Mannschaft bereits beim zweiten hochkarätig besetzten Bayernliga Absteiger antreten. Und, nachdem die Friedberger ihr vorangegangenes Heimspiel, stark grippegeschwächt, überraschend verloren hatten, konnten sie gegen den SCUG personell wieder aus dem Vollen schöpfen. Auch bei den Germeringer Gästen waren die letzte Woche noch erkrankten Spieler weitestgehend wieder an Bord und waren kräftemäßig voll gefordert.
Über ihren körperlich starken Rückraum und Spielmacher bauten die Schwaben in ihrem schnellen Angriffsspiel von Beginn viel Druck auf. Die Germeringer wehrten sich dennoch aufopferungsvoll und zwangen ihren Gegner auch immer mal wieder zu Fehlwürfen. In der eigenen Offensive klappte zwar nicht immer alles, aber doch recht viel. Eine gute Viertelstunde hielt man das temporeiche Spiel dadurch offen. Die Schiedsrichter hatten durch ihre großzügige Regelauslegung, vor allem in der ersten Hälfte, einen großen Anteil an dem attraktiven, offenen Schlagabtausch.
Mit zunehmender Spieldauer hatten sich die Gastherren dann drei Tore Vorsprung erspielt. Doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln. Vor und nach der Halbzeitpause hatten sie ihre beste Phase. Dank konzentrierter Abwehr, Keeper Moritz Kube und eiskalter Chancenverwertung glichen sie bis zum Wechsel wieder auf 13:13 aus, um danach sogar mit 13:15 in Führung zu gehen. Leider machte man es den Schwaben dann zu einfach. Eine Schwächephase, mit zahlreichen technischen Fehlern und Fehlwürfen, brachte den ehemaligen Drittligisten innerhalb kurzer Zeit wieder zurück ins Spiel.
Als Friedberg in der 54. Minute das 30:25 erzielte hatte, schien das Match fast schon zu Gunsten der Favoriten entscheiden. Doch der SCUG mobilisierte nochmals alle Kräfte und war, dank vier Toren in Serie, binnen weniger Minuten wieder auf 30:29 dran. Die letzten drei Spielminuten waren somit wieder voller Spannung. Erst drei Sekunden vor Schluss konnte Friedeberg mit dem 33:31 den Deckel endgültig draufmachen. Am Ende hatte der SC Unterpfaffenhofen Vieles, wenn auch nicht Alles, gut und richtig gemacht. Trotz der knappen Niederlage kann die Mannschaft erhobenen Hauptes ihr Heimspiel, nächsten Samstag um 17:30 Uhr, gegen die HSG Dietmannsried/Altusried angehen.
Die Allgäuer haben letzte Saison auf Relegationsspiele zur Bayernliga verzichtet und gehören somit auch zu den Toppteams der Landesliga. Mit 8:0 Punkte sind sie makellos in die Saison gestartet, hatten aber auch ein etwas leichteres Auftaktprogramm als der SCUG. Den letzten Vergleich hatten die Germeringer vor gut zwei Jahren, gegen allerdings ersatzgeschwächte Gäste, mit 23:21 gewonnen. Die Favoritenrolle liegt trotzdem klar bei Dietmannsried. Es wird auch darauf ankommen, wer von den beiden Teams personelle Ausfälle besser verkraften kann. Stimmung und Euphorie sind beim SCUG auf jeden Fall weiterhin bestens. Das Vorspiel bestreiten übrigens die Landesliga Reserven der beiden Teams, um 15:30 Uhr.
In Friedberg spielten:
Moritz Kube und Kilian Freilinger (beide TW); Alexander Hartl (5 Tore), Christopher Büttner, Tobias Lachnit (2), Marlon Schubert (4), Christian Kurz, Zacharias Flierl, Jan-Lucas Schaller (5), Thomas Obernöder (4), Jakob Schaumann (1), Lukas Donaubauer (2/2), Lucas Sannig (7/1), Jonas Tanzer (1).
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